Das Wattenmeer im Wandel: Forschende diskutieren über kumulative Belastungen und Herausforderungen im Naturschutz
Vom 28. bis 30. Oktober 2025 versammelten sich mehr als 200 Wissenschaftler*innen aus Dänemark, Deutschland und den Niederlanden im niederländischen Groningen zum 16. Internationalen Wissenschaftlichen Wattenmeer-Symposium (International Scientific Wadden Sea Symposium; ISWSS). Unter dem Thema „Das Wattenmeer im Wandel: Kumulative Effekte und Naturschutz“ diskutierten die Teilnehmenden, wie natürliche und vom Menschen verursachte Kräfte zusammenwirken und sich auf den außergewöhnlichen universellen Wert des Weltnaturerbes Wattenmeer auswirken.
Das Symposium trug zu einem breiteren Verständnis dieser kumulativen Einflüsse und ihrer Auswirkungen auf Management und Politik bei. Hierzu wurden die neuesten Erkenntnisse zum außergewöhnlichen universellen Wert des Weltnaturerbes und über Wege zu mehr Nachhaltigkeit in der Wattenmeerregion ausgetauscht und diskutiert. Die Ergebnisse werden für die trilaterale Regierungskonferenz bereitgestellt, die im Mai 2026 in Dänemark stattfinden wird.
Anne-Marie Rasmussen, Vorsitzende des Wattenmeerausschusses, und Arno Brok, Vorsitzender des Umweltrats der niederländischen Wattenmeerregion, eröffneten das Symposium. Während die rund 60 Vorträge und 40 Poster ein breites Spektrum an Themen rund um das Wattenmeer abdeckten, konzentrierten sich die drei Schlüsselvorträge auf das EU-Renaturierungsgesetz, die Methode der strategischen Umweltprüfung und auf historische Spuren der Menschen im Wattenmeergebiet.
Sascha Klöpper, Exekutivsekretär des Gemeinsamen Wattenmeersekretariats: „Die IUCN hat kürzlich den Status des Wattenmeeres als Weltnaturerbe von „gut” auf „gut mit einigen Bedenken” geändert – eine Erinnerung daran, dass unser Gebiet nach wie vor unter erheblichem Druck steht und dass unsere Arbeit wichtiger denn je ist. Das diesjährige Thema des Symposiums erscheint daher besonders aktuell.” Katja Philippart, Direktorin der Waddenacademie ergänzte: „Die Erkenntnisse und Diskussionen aller Beiträge des Symposiums werden in die trilaterale Regierungskonferenz 2026 einfließen.“
Die Veranstaltung wurde von der Waddenacademie und dem Gemeinsamen Wattenmeersekretariat im Auftrag des niederländischen Ministeriums für Landwirtschaft, Fischerei, Ernährungssicherheit und Natur organisiert.
